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Hilfreiche Informationen rund um die Anfertigung eines Praktikumsberichtes in der Mittelstufe aber auch für den Fall, dass es im Praktikum Probleme gibt.

Allgemeines zum Praktikumsbericht

  • Der Praktikumsbericht ist in einem zusammenhängenden Text zu verfassen und nicht in Stichwörtern.

  • Benutze keine vorgedruckten Praktikumshefte, wie sie etwa von den Sparkassen oder anderen Organisationen ausgegeben werden.

  • Verwende einen Ordner oder einen Schnellhefter.

  • Halte dich an die inhaltlichen Vorgaben, die im Weiteren unter der Überschrift "Gliederung" aufgelistet werden.

  • Es ist deine Entscheidung, ob du einen handschriftlichen oder einen mit Computer erstellten Praktikumsbericht verfasst. Angemerkt sei allerdings, dass der Computer-Bericht deutlich klarer und einheitlicher gestaltet werden kann.

Wenn du deinen Bericht mit dem Computer verfasst, so halte dich an die folgenden Vorgaben

(je nach Textbearbeitungsprogramm kann das im Folgenden dargestellte Vorgehen etwas abweichen, doch ihr bekommt das mit dieser Hilfe bestimmt hin)

richte die Schriftart, die Schriftgröße und die Textausrichtung wie folgt ein:

stelle dann unter dem Menüpunkt "Format" und unter dem Unterpunkt "Absatz" einen Zeilenabstand von 1,5 ein:

und danach stelle noch unter "Datei" und dessen Untermenüpunkt "Seite einrichten" die folgenden Werte für die Seitenränder ein:

 

Problemvermeidung

  • Um eventuelle Verzögerungen zu vermeiden: Verfasse den Bericht bereits in den Ferien oder in kleinen Häppchen, dort wo es geht, schon während der Praktikumszeit. So hast du eventuell noch Zeit, um in der ersten Woche, wenn die Schule wieder losgegangen ist, Fragen zu Unklarheiten an deinen Lehrer zu stellen.

  • Computerprobleme werden - soweit hat man sich unter den Fachlehrern verständigt - nicht als Ausreden akzeptiert!!

  • Um Pannen zu vermeiden, solltet ihr beim Schreiben regelmäßig speichern, um Datenverlust zu vermeiden. Um zu vermeiden, dass der Bericht bei einem Computercrash verloren ist, sollte man auch stets eine Sicherungskopie auf einer Diskette, CD, USB-Stick o.ä. machen.

  • Denkt auch dran, dass ihr im Notfall noch genug Zeit haben solltet, um eine Tintenpatrone zu besorgen, denn eine Sache ist klar: Sie ist immer dann leer, wenn man sie ganz dringend braucht ;-)

Und nun zur Gliederung der Inhalte

Sowohl hinsichtlich der Form als auch hinsichtlich der Inhalte sollte der Praktikumsbericht wie folgt gegliedert sein:

1.
Deckblatt
  Bemerkung: Das Deckblatt enthält die wesentlichen Angaben zum Praktikumsbericht (siehe Vorlage).
 
2.
Inhaltsverzeichnis
Bemerkung: Das Inhaltsverzeichnis gibt die Gliederung der Arbeit, das heißt die Kapitel sowie die Seitenzahl wider, bei der das entsprechende Kapitel startet. Das Inhaltsverzeichnis sieht im Grunde aus wie diese Gliederung, nur mit Seitenangaben und ohne Bemerkungen. Das Inhaltsverzeichnis kann man in Microsoft Word auch automatisch erstellen lassen. Fragt hierzu mal euren Fachlehrer.
   
3.
Persönliche Daten
  Bemerkung: Da die persönlichen Daten im Wesentlichen die Informationen enthalten, die auch ein tabellarischer Lebenslauf enthält, haben wir uns darauf geeignet, dass wir in dieser Rubrik einfach einen solchen Lebenslauf erstellen.
 
4.
Was erwarte ich von meinem Betriebspraktikum?
  Bemerkung: Welche Erfahrungen wollt ihr sammeln, wie stellt ihr euch euren Praktikumsverlauf vor, wie wolltr ihr aufgenommen und eingesetzt werden, welche Hoffnungen verbindet ihr mit dem Praktikum, welche praktischen Dinge wollt ihr lernen und vieles mehr .... Lasst den Leser in dieser Rubrik spüren, dass ihr das Praktikum ernst nehmt und den Praktikumsplatz nicht willkürlich gewählt habt.
 
5.
Beschreibung des Berufes
  Bemerkung: In dieser Rubrik beschreibt ihr das Berufsbild, das eurem Praktikumsplatz zu Grunde liegt. Wer in einem Unternehmen verschiedene Berufsbilder kennenlernt, sollte diese entweder alle (dafür etwas allgemeiner) darstellen oder sich einen Beruf heraussuchen, der einem besonders am Herzen liegt (diesen dann genauer).
   
5.1 Schulische Voraussetzungen
  Bemerkung: Welchen schulischen Abschluss braucht man? Welche Berufsausbildung braucht man, wie lange dauert diese und wo kann man diese machen? Eventuell sollte man auch angeben, ob ein bestimmter Beruf ein Studium erfordert, welche Zugangsvoraussetzungen man für dieses Studium vielleicht erfüllen muss und wie lange das Studium durchschnittlich dauert. Diese Informationen findet ihr in dem Buch "Beruf aktuell" oder ihr erfahrt diese bei euren Praktikumsbetreuern.
   
5.2 Erwünschte Fähigkeiten und Fertigkeiten
  Bemerkung: Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten sollte man haben, damit man für den Beruf geeignet ist? Fähigkeiten sind gewisse Grundvoraussetzungen, die man hat: man ist kommunikativ oder hat ein schnelles Auffassungsvermögen, man hat ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, kann gut Probleme lösen oder hat einen sicheren Stil. Fertigkeiten muss man erlernen: rechnen, schreiben, lesen aber auch Hobeln, Tackern, Bohren ... Was braucht man für euren Berf. Fragt nach oder lest nach ("Beruf aktuell")
   
5.3 Tätigkeitsbereiche
  Bemerkung: Wo wird gearbeitet? Im Freien oder im Büro, auf einer Plattform im Pazifik oder unter der Erde? So kann man zunächst einmal "Tätigkeitsbereich" beschreiben. Aber auch ein übergeordnetes Berufsfeld ist gemeint. Ist der Beruf im Gesundheits-Bereich, im gestaltenden oder gastronomischen Bereich? Schaut mal unter dem folgenden Link - dort gibt es eine Auflistung der Berufsfelder.
   
6.
Beschreibung des Praktikumsbetriebes
Bemerkung: Hier geht es um euren Praktikumsbetrieb. Zu welcher Branche gehört der Betrieb, wieviele Werke oder Filialen gibt es, welche Güter oder Dienstleistungen werden angeboten, wer wird beliefert und wohin wird geliefert, welche Rohstoffe werden verarbeitet und wieviel Mitarbeiter hat der Betrieb, in welchen Berufen bildet der Betrieb aus, welchen Schulabschluss wünscht sich der Personalchef eures Betriebes, wieviele Auzubildende sind gerade beschäftigt und welche Verdienstmöglichkeiten (tariflich/außertariflich) bestehen? Das sind Fragen, die du beantworten solltest.
   
7.
Beschreibung der Tätigkeit im Praktikum
  Bemerkung: Hier geht es nun um eure konkret gemachten Arbeitserfahrungen in eurem Praktikumsbetrieb.
   
7.1 Beschreibung des Arbeitsplatzes
  Bemerkung: Wo seid ihr genau tätig? [Werkstatt, Büro, im Freien], welche Arbeiten verrichtet ihr dort, welche körperlichen und geistigen Fähigkeiten wurden dir dabei abverlangt, mit welchen Geräten hast du gearbeitet und welche Arbeitsverfahren wurden angewandt [Fließband-, Akkord, Gruppen- oder Einzelarbeit] Hier empfiehlt es sich auch, wenn ihr zu dieser Rubrik im Anhang vielleicht Lagepläne oder Bilder von eurem Arbeitsplatz und anderen Aspekten anlegt.
   
7.2 2 Tagesberichte
  Bemerkung: Beschreibt zwei komplette Arbeitstage. Sucht euch die ereignisreichsten raus bzw. solche, die ihr besonders geeignet findet, um die Arbeit in eurem Praktikumsbetrieb darzustellen.
   
7.3 2 Wochenberichte
  Bemerkung: Die Wochenberichte sollen einen groben Ablauf eurer Arbeitswoche zeigen. Haltet eure Beschreibungen dort allgemeiner und konzentriert euch auf wesentliche Ereignisse oder Tätigkeiten, die ihr in der Woche erlebt habt. Ander als beim Tagesbericht ist es hier nicht notwendig, die einzelnen Tage und deren Ablauf ganz genau zu beschreiben.
   
8.
Persönliche Erfahrungen im Praktikum
  Bemerkung: Mit den persönlichen Erfahrungen könnt ihr nun einen Bogen zurück zu euren Erwartungen schlagen. War das Praktikum so wie ihr es euch vorgestellt habt, habt ihr wertvolle Erfahrungen sammeln können oder seid ihr vielleicht von eurem urspünglichen Berufswunsch abgekommen, weil euch die Arbeit absolut nicht zusagte. Hier könnt ihr positive wie negative Gedanken niederschreiben, doch es sollte keine abschließende Abrechung mit einem ungeliebten Praktikum werden. Das heißt: Konstruktive Kritik ist erwünscht und bloße Lästerei unerwünscht.
 
9.
Zusatzmaterial (Anhang)

Bemerkung: Der Anhang enthält Zusatzmaterial, dass zur Veranschaulichung dienen soll. Das bedeutet, dass ihr hier mit Bildern, Formularen, gesammelten Arbeitsproben und anderen Dingen, die man abheften kann, verdeutlicht, was ihr im Text an der einen oder anderen Stellen gemeint habt oder wie die Dinge aussehen, die ihr vielleicht erwähnt oder beschrieben habt. WICHTIG: Ihr solltet auf Inhalte im Anhang immer verweisen. Das heißt, dass ihr an entsprechender Stelle darauf hinweist, dass zum Beispiel zum Arbeitsplatz noch ein Foto im Anhang auf Seite XY zu finden ist.

Beispiel: "Mein Arbeitsplatz ist ein geräumiges Büro mit drei Schreibtischen und ... (Siehe Foto im Anhang, S. 23).

 

Bei Problemen im Praktikum

Die wichtige Erfahrung durch das Praktikum

Das Praktikum soll eine wertvolle Orientierungsfunktion erfüllen oder vielleicht sogar einen ersten festen Kontakt zu einem möglichen Ausbildungsbetrieb herstellen. Deshalb ist der störungsfreie Verlauf des Praktikums besonders wichtig.

Manchmal gibt es Probleme

Manchmal stört aber doch etwas und wenn ihr nicht der Grund dafür seid, sondern der Betrieb, Kollegen oder allgemeine Beschäftigungslosigkeit oder was auch immer, so solltet ihr euch zu Wort melden.

An wen soll man sich wenden?

Diplomatisch ist ein Vorgehen, bei dem ihr euch zunächst immer an denjenigen wendet, mit dem ihr es unmittelbar zu tun habt - dann an euren Praktikumsbetreuer vor Ort und als letzte Möglichkeit an euren betreuenden Lehrer. Das ist der beste und diplomatischste Weg, denn ihr würdet auch wollen, wenn jemand ein Problem mit euch hat, dass er sich zunächst einmal an euch wendet und nicht gleich an den Chef! Wenn dann aber alles nichts nützt, dann geht ihr immer eine Stufe höher.

Wie sagt man es?

Zur Diplomatie gehört auch, dass man nicht gleich sagt "Du bist der Grund, weshalb hier alles scheiße ist!" oder "mach du es mir mal anders, sonst läuft das hier alles nicht!". Die ganz schlauen Kommunikationsberater raten hier, dass man seinen Hinweis gar nicht mit einem "DU" versehen sollte, sondern mit einem "ICH". Vorsichtig könnte man also sagen: "Ich habe das Gefühl, dass" oder ganz feinsinnig "Ich habe ein Problem und in meiner Wahrnehmung stellt sich das wie folgt dar". So schiebt man nicht jemandem die Schuld zu, sondern ist an einer Lösung des Problems interessiert und wenn die Lösung darin besteht, dass man sich möglichst optimal in die Arbeit oder den Betrieb einbringen möchte, so sollten dies doch alle sehr positiv sehen.

Viel Spaß im Praktikum!!

 

© RHS Giessen 2008