Methodenelternabend in der Förderstufe

- die Eltern bekommen Einblicke in die Arbeitsweise der Förderstufe und das Tagesgeschäft ihrer Sprößlinge und müssen dabei auch selbst Hand anlegen.


Methodentraining

 

 

Aus der Nachlese

Methodenelternabend am
21.03.2010

Wie kann man es schaffen, den Lernwillen und die Motivation der Kinder und Jugendlichen dauerhaft zu verbessern? Was können wir - Lehrerinnen, Lehrer und Eltern tun, um Kindern und Jugendlichen beizubringen, wie sie sich selbst helfen können? EVA, eigenverantwortliches Lernen ist das Stichwort und genau hier setzt das Konzept des Methodenlernens der Ricarda-Huch-Schule an.

Für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 fangen wir erst einmal ganz grundlegend an: am gemeinsamen kooperativen Arbeiten und bei der Selbstorganisation des täglichen Lernens. Damit auch die Eltern einen Einblick in den schulischen Alltag gewinnen können, führen wir regelmäßig Methodenelternabende durch.

Ein Einblick / ein Beispiel

Der Abend begann nach der Begrüßung mit einer Bildassoziation zur eigenen Schulzeit und den Vorerfahrungen der Eltern im Bereich des Methodenlernens. Ziel war es mit möglichst vielen Eltern ins Gespräch zu kommen . "Ich finde es ungewohnt mit einer ganz fremden Person so intensiv zu arbeiten", sagte eine junge Mutter, die mit unbekannten Vätern und Müttern in einer „Zufallsgruppe“ arbeitete. Die Eltern waren sich aber alle einig, dass es gerade bei neuen Klassen wichtig sei, "dass sich die Kinder schnell kennen lernen". Die
Eltern verteilten sich danach auf verschiedene Klassenräume und wurden von den Klassenlehrerinnen im Tandem angeleitet ein sogenanntes „Gruppenpuzzle“ durchzuführen.

„ Es macht Spaß, das alles auch einmal ausprobieren zu können, was für unsere Kinder zum schulischen Alltag gehört.“

Im praktischen Arbeitsteil in drei Klassenräumen mussten Eltern in Kleingruppen ein "Lernplakat" zum Thema "Tipps und Tricks zum besseren Lernen" erarbeiten und am Ende den Mitgliedern aus der Gruppe vorstellen. Zumindest ansatzweise lernten sie dabei am eigenen Leib Schlüsselbegriffe aus dem täglichen Unterrichtsgeschehen kennen: Kommunikation, Teambildung, Gruppenarbeit und Präsentation.

"Das war viel interessanter als jeder andere Elternabend" fasste ein Vater seine Eindrücke zusammen. "Als Schüler habe ich nie gelernt vor einer Gruppe zu stehen und frei zu sprechen, das kam alles erst während meiner Studienzeit", bedauerte ein junger Vater, der den RHS- Elternabend als "sehr, sehr positiv" wertete. "Das systematische Lernen kommt mir auch als Elternteil zugute."

Die fertigen Lernplakate wurden für einen Galerierundgang in den Fluren aufgehängt. Die Schüler haben am nächsten Morgen begeistert die Plakate ihrer Eltern bewundert. Nach einem gemeinsamen sehr positiven „Blitzlicht“ wurde dieser „Aktions-Elternabend“ beendet.

Während der Trainingstage werden alle wichtigen Fragen angesprochen, die für die Planung und Organisation des eigenen Lernens wichtig sind. Dazu gehören die Erledigung der Hausaufgaben, die Heft- und Mappenführung und vieles andere mehr. Damit das Methodenlernen an der RHS "keine Eintagsfliege" bleibt, findet in jedem Jahrgang der Förder- und Mittelstufe ein fünftägiges "Sockeltraining" zur Team- und Kommunikationsfähigkeit statt. Ein spezieller Projektordner, der im Laufe der Schulzeit mit Informationen und Lerntipps ergänzt wird, dient dabei als Wegweiser.

 

 

 


und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt!

© RHS Giessen 2008