Aus dem Gießener Anzeiger vom 19.01.2016

Quirlige Folge farbiger Eindrücke

FILMMUSIK: Schüler spielen im Stadttheater bekannte Titelmelodien / Auche eigene Kurzfilme gedreht und vertont

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Bei dem Familien-Schüler-Konzert „Filmmusik“ im Stadttheater spielen die Schüler
bekannte Filmmelodien. Bildquelle: Regel

GIESSEN - (hsc). Eine lebhafte Abwechslung erlebten zahlreiche Schüler und einige Lehrer gestern im Stadttheater beim Familien-Schüler-Konzert „Filmmusik“. Zu hören waren Melodien aus bekannten Filmen. Die Schülern der Ricarda-Huch-, der Liebigschule und der Gesamtschule Gleiberger Land komponierten aber auch eigene Stücke und drehten Kurzfilme. Alles in allem ein angenehmer Morgen.

Wolfgang Wels spielte mit dem philharmonischen Orchester Gießen zunächst eine Einführung mit einer Reihe bekannter Filmmusiken wie die aus „Fluch der Karibik“ und „Robin Hood“. Sichtlich gut gelaunt, zackig und stimmungsvoll wurde musiziert mit schwelgerischer, schöner Größe. Dann kam die Hauptsache, erklärte Moderator Martin Gärtner: Die Musik zu dem alten Walt-Disney-Film „Alice und ihre Feuerwehr (Alice the Firefighter)“. Zu dem schrieb Paul Dessau (1894 bis 1979) die Musik. Nun spielte das Orchester Dessaus Musik und der Film lief dazu. Gärtner erläuterte einige originelle lautmalerische Aspekte der Komposition, die anhand von Ausschnitten anschaulich wurden. Der Clou der Veranstaltung: Im Rahmen eines Partnerprojektes von Theater und Schulen hatten drei Schülerteams Kurzfilme nach einer Musik Erich Wolfgang Korngolds gedreht. Die Liebigschüler illustrierten die Musik mit ihren filmischen Mitteln nach der Sage von Robin Hood und erzählten eine spannende Geschichte. Die Schüler der „Ricarda“ zeigten Impressionen aus Stadt und Schulumfeld, während die Schüler der GS Gleiberger Land tänzerische Aspekte filmisch kundig zu einem attraktiven kleinen Essay arrangiert hatten.

Der Höhepunkt des Morgens war die komplette musikalische, stimmliche und mit Geräuschen unterlegte Begleitung des Disney-Films durch Schüler der Ricarda-Huch-Schule. Unter der Anleitung zweier Fachkräfte wurde die bildhafte Musikalität der Vorbilder sehr respektabel erarbeitet, zahlreiche kleine Sprecherinnen und Geräuschemacher zischten ans Mikrofon, um ihre Beiträge zu liefern. Eine Band machte die Musik dazu.

Eine quirlige Folge farbiger und ausdrucksvoller Eindrücke strömte ins Theater und beeindruckte nicht nur die jungen Zuschauer. Es war eine intensive Vorstellung. Nicht nur war die reine Begleitung der Schülerfilme durchs Orchester hörenswert, die erhebliche Energie und der große Aufwand der Erschaffung eigener Kurzfilme und eines eigenen Soundtracks zum Film zeigten zudem, dass die Schüler eine enorme Motivation erlebt hatten. Riesenbeifall.

Weitere Vorstellungen finden heute, 19. Januar um 9.30 Uhr und am Sonntag, 24. Januar, um 11 Uhr im großen Haus statt.

 

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