Buchenwaldprojekt der 10er-Abschlussklassen an der Ricarda-Huch-Schule.

 

Trialog der Kulturen

Auf 37 Grad geheitzte Gedenkplatte zur Erinnerung
an das, was alle Menschen verbindet.

Wie funktioniert eigentlich ein Konzentrationslager?

Gab´s da nur Juden?

Warum hat niemand etwas dagegen getan?

Antworten auf diese und viele ähnliche Fragen sind Thema im Geschichtsunterricht.

Schüler bei der kreativen Nachbereitung

Doch begreifbarer und spürbarer wird Geschichte direkt vor Ort.Deshalb ist der Besuch der Gedenkstätte Buchenwald, dem ehemaligen Konzentrationslager in unmittelbarer Nähe Weimars, seit einigen Jahren zum festen Programmpunkt geworden. Dank der finanziellen Unterstützung durch das Schulverwaltungsamt Gießen fahren wir mit interessierten Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen des Haupt- und Realschulzweigs für drei Tage nach Weimar/ Buchenwald, um uns vor Ort ein konkreteres Bild der Vergangenheit machen zu können.

Auf dem Gelände der Gedenkstätte Buchenwald - Eingangstor. Inschrift: ''Jedem das Seine''

Neben dem Besuch der Gedenkstätte findet im Haus der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar eine intensive Vor- und Nachbereitung statt. Die Schüler erhalten durch Führungen, Museumsbesuche, Filme und auch Zeitzeugengespräche Einblicke in die Zeit des Nationalsozialismus und dem Überleben in einem menschenverachtenden System. Sie werden durch Spiele, Bilder und Gespräche dazu angeleitet über Themen wie die eigene Identität, Gruppe, Gemeinschaft und Ausgrenzung nachzudenken.

Ulrike Bode ( Fotos Behrendt)

Presseartikel: Abgangsklassen der Ricarda-Huch-Schule besuchen KZ-Gedenkstätte - Giessener Schüler bewegt von Lageratmosphäre [Mai 2009]

Gießen/Buchenwald. Im Rahmen des dreitägigen Buchenwald-Projekts der Ricarda-Huch-Schule Gießen, das finanziell vom Schulverwaltungsamt unterstützt wird, fuhren auch in diesem Jahr wieder die vier Abschlussklassen des Real- und Hauptschulzweigs unter der Leitung der Lehrerin Ulrike Bode nach Weimar, um deutsche Geschichte vor Ort nachzuempfinden.

Die Einführung in das Projektseminar erfolgte zunächst über eine Stadtführung durch Weimar; jene Stadt, die nur wenige Kilometer vom ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald entfernt liegt. Wurde Weimar bislang vornehmlich mit den literarischen Klassikern Goethe und Schiller assoziiert, erfuhren die Schülerinnen und Schüler nun, dass man in der Stadt auch heute noch Zeugnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus vorfinden kann, wie etwa ehemalige Gestapozellen, die sie besichtigten.

Weitere Eindrücke sollten folgen. Beim Gedenkstättenbesuch am folgenden Tag und dem Rundgang durch das ehemalige KZ-Gelände zeigten sich die Schülerinnen und Schüler von der Größe und Atmosphäre der Anlage tief beeindruckt – von dem Stacheldraht, den Einzelzellen, den Nachbauten von Genickschussanlagen oder den Verbrennungsöfen – bedrückende Dokumente einer dunklen Zeit, Eindrücke, die die Schülerinnen und Schüler am dritten und letzten Tag der Exkursion gemeinsam in Seminargruppen für eine weitere Klärung und Behandlung im Geschichtsunterricht aufarbeitet haben.

Interessantes zum Thema im Netz:

Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora

Weimar im Nationalsozialismus - Ein virtueller Stadtplan

 

© RHS Giessen 2008