Sie riechen gut, sehen schön aus, sind überall anzutreffen und begleiten uns durch das Jahr: Pflanzen! Noch dazu gibt es über Pflanzen viele spannende Dinge zu berichten: Rezeptvorschläge mit Wildpflanzen, Heilmittel die man aus ihnen gewinnen kann, Geschichten über sie, das Zusammenspiel von Pflanzen und Tieren und vieles mehr.

Da die Ricarda-Huch-Schule eine Stadtschule ist, ist die Pflanzenwelt in der freien Natur hier schwer zu beobachten. Darum wurde seit Anfang des Schuljahres 2009 eine alte Idee wieder reaktiviert: Wenn Schülerinnen und Schüler nicht so leicht zu den Pflanzen kommen können und diese in ihrer Freizeit auch immer weniger in ihrem Erfahrungshorizont liegen, dann kommen die Pflanzen eben zu Ihnen! Jede Woche werden in der Ricarda-Huch-Schule drei Pflanzen ausgestellt, die zu dieser Zeit gerade blühen oder über die es interessante Dinge zu berichten gibt. Dabei geht es nicht nur darum, die Namen der Pflanzen kennen zu lernen. Kleine Steckbriefe erzählen Geschichten über die Pflanze und fordern die Schülerinnen und Schüler zu Untersuchungsaufträgen an der Pflanze auf.

Teilweise wird der Pflanzentisch auch in den Unterricht integriert. Beispielsweise können Schülerinnen und Schüler ihren Mitschülern jede Woche eine dieser Pflanzen im Unterricht vorstellen.

Haben Sie Interesse bekommen? Dann schauen Sie doch einfach mal im Haus A im Treppenhaus des naturwissenschaftlichen Traktes vorbei. Dort können Sie den Pflanzentisch in Augenschein nehmen

Bei Fragen oder Anregungen setzen Sie sich gerne mit mir in Verbindung:

Mail an Matthias May

 

Beispiel eines Pflanzensteckbriefs mit Beobachtungsaufgabe:

Aufgabe:
Schau dir die Blätter genau an. Was kannst du sehen?
Zerdrücke mal eine Knospe zwischen den Fingerspitzen. Was passiert?

Name:

Tüpfel-Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Die Blätter sind durch zahlreiche Ölbehälter punktiert (getüpfelt) à Name. Johanniskraut wird es genannt, da es um den 24. Juni (Namenstag des Jonannis) blüht.

Blütezeit:

Juni - August

Vorkommen:

Wegränder, Wiesen, Wälder

Wissenswertes:

  1. Heilmittel das gerinnungshemmend wirkt und auch bei Depressionen eingesetzt wird.
  2. In den Blütenblättern ist das blutrote Hypericin enthalten, dass für die Farbe beim zerdrücken sorgt.
  3. Wenn die Pflanze eingenommen wird sorgt sie für Lichtempfindlichkeit und man sollte die Sonne meiden, da man sonst brandblasenähnliche Hautveränderungen bekommen kann. Auch Tiere (z.B. Pferde) leiden darunter
  4. Es gibt die mittelalterliche Sage, dass die Pflanze aus dem Blut des ermordeten Johannes des Täufers entsprossen ist à rote Farbe in Blüten

 

 

 

© RHS Giessen 2008