Die RHS leistet einen Beitrag zu einem praktischen und wirkungsvollen Entwicklungshilfeprojekt in Bujora/Tansania. In einer Ausbildungsschule für verschiedene Handwerksberufe in Bujora wird das Gehalt für einen Kollegen vom Kollegium übernommen: 1100€ im Jahr! Für diese Summe kann die handwerkliche Ausbildung von Jugendlichen zwischen 16 und 20 Jahren ermöglicht werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf einer ihrer landeskundlich-geografiewissenschaftlichen Forschungsreisen streifte unsere inzwischen pensionierte Kollegin Martha Kuhl-Greif im Jahre 1993 durch Ostafrika.

 

Aufmerksam geworden duch die geheimnisvolle Schönheit der Rundhäuser der Sukuma mit ihrer traditionellen Malerei und berührt von der Freundlichkeit und Offenheit der Bevölkerung, die in krassem Gegensatz zu ihrer materiellen Situation steht, blieb sie für eine Weile in Bujora/Tanzania.

Dort lernte sie den Gemeindepfarrer Reverend Alex Mugonya kennen, der ihr Interesse auf sich gelenkt hatte, weil er der Neffe des berühmten Schriftstellers Aniceti Kitereza von Ukerewe ist.

In stundenlangen Gesprächen erläuterte Herr Mugonya unserer Kollegin mit eindringlichen Worten die Probleme der Dorfbewohner und vor allem der Kinder. Er sprach von dem Wunsch, einen Kindergarten zu gründen, in dem die Kinder auch eine Mahlzeit erhalten sollten, und der Notwendigkeit, elternlose Kinder zu betreuen. Die finanziellen Mittel fehlten, um solche Vorhaben zu realisieren.

Das sollte sich durch den energischen Einsatz von M. Kuhl-Greif ändern! Auf ihr Betreiben hin wurde im September 1993 in Gießen der Verein "Hilfe für Kinder und Jugendliche in Nord-Tanzania" gegründet, um Geld für die dringendsten Projekte in Bujora sammeln zu können. Die aufgebrachten Mittel ermöglichten es der afrikanischen Partnerorganisation "Bujora Parish - Child and Youth Development", den Kindergarten zu bauen und zu betreiben und die bis dahin fast möbellose Primary School mit geeigneten - vor Ort handwerklich hergestellten - Schulbänken auszustatten.


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Die Dorfbevölkerung reagierte hocherfreut auf die Verbesserung der Situation der Kinder, brachte aber auch ihre Sorge zum Ausdruck bzgl. der verzweifelten Lage - vor allem der erlternlosen - Jugendlichen.Konfrontiert mit diesem indirekten Hilfeersuchen konnte Frau Kuhl-Greif angesichts der begrenzten Mittel ihres Vereins zunächst nur ratlos mit den Schultern zucken.

Das Leben in
Bujora



Klar war: Es mußten weitere Geldquellen aufgetan werden. An dieser Stelle nun trat im Jahre 1998 das Kollegium der RHS auf den Plan, das gemeinsam mit den Kollegien anderer Schulen und einigen Privatleuten die Gehälter von 6 tanzanischen Lehrern (einst jeweils umgerechnet 140 DM im Monat) finanziert und dadurch den Betrieb einer Handwerksschule für Metallberufe, Holzbearbeitung und Keramik ermöglicht. Die Art und Weise, wie hier mit den bescheidensten Mitteln erfolgreiche Bildungsarbeit betrieben wird (Fotos!), sollte uns mehr als zu denken geben. Statt Multimedia steht der Kontakt zwischen Lehrern und Schülern im Vordergrund der Arbeit, der natürlich durch sehr kleine Lerngruppen erleichtert wird.

 

Die RHS leistet einen Beitrag zu einem praktischen und wirkungsvollen Entwicklungshilfeprojekt in Bujora/Tansania.

In einer Ausbildungsschule für verschiedene Handwerksberufe in Bujora wird das Gehalt für einen Kollegen vom Kollegium der Ricarda-Huch-Schule übernommen: in etwa € 70,00 / Monat! Für diese in unseren Breiten verschwindend geringe Summe kann die handwerkliche Ausbildung von Jugendlichen zwischen 16 und 20 Jahren ermöglicht werden.

Informationen zu Tanzania im Netz
Daten zu Tanzania aus der Botschaft in Berlin
East African Home Pages (Our Tanzania)

 

 

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