Ricarda-Huch-Schule im Trialog - Europäische Identität und kultureller Pluralismus - In der Überzeugung, dass im Zentrum der europäischen Kultur die in der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ festgelegten Grundsätze und die Werte Toleranz, Pluralismus, Demokratie, Gleichberechtigung und Gewaltfreiheit stehen, arbeiten Schüler, Lehrer und Eltern der Ricarda-Huch-Schule am „Trialog der Kulturen“.

 

Diesen Werten fühlen wir uns an der RHS seit jeher besonders verpflichtet, denn „Fördern und Fordern“ und Erziehung zum Miteinander sind nur auf ihrer Grundlage möglich. An einer  kooperativen Gesamtschule wie der unseren stehen die an der Schule lernenden und lehrenden Menschen in all ihrer Unterschiedlichkeit der Herkunft, religiösen Überzeugung und Leistungsfähigkeit im Mittelpunkt.

Die RHS wird zur Zeit von 1250 Schülern und Schülerinnen unterschiedlicher Herkunft und Konfessionen besucht. Die Zahl der Schüler mit „Migrations-Hintergrund“ liegt bei etwa 30%. Interkulturelle Arbeit ist daher ein selbstverständlicher Bestandteil des schulischen Alltags und findet seit vielen Jahren ihren Ausdruck in den auch in die Stadtöffentlichkeit hineinwirkenden Aktionen zur Pogromnacht vom 9. November 1938 und zur Erinnerung an die ehemaligen jüdischen Schülerinnen der Schule.

Im Schulleben gilt es zum einen, jedem einzelnen Schüler gerecht zu werden, unabhängig von den Unterschieden der Altersstufen (von der Förderstufe bis zum Abitur), der Leistungsniveaus (vom Hauptschüler bis zum Abiturienten), der Herkunft (Schüler aus mehr als 30 Nationen), der Religion (evangelisch, katholisch, orthodox, muslimisch, jüdisch, buddhistisch, bahaistisch oder konfessionslos). Zum anderen gelten jenseits aller Unterschiede die europäischen Werte und Kulturtraditionen als unverzichtbare Grundlage des gemeinsamen Lernens und Lebens.

 

 

Inhalte zum Projekt
   
Erfolgreiche Wettbewerbsteilnahme
Gedenken an 9. November 1938
Stolpersteine
Buchenwald-Projekt
Tagebuch der Trialog-Arbeit
Schicksale jüdischer Schülerinnen
Besuch aus Israel 08/2008 (Photoreihe)
Gesicht zeigen!
Ausstellung zur Reichsprogromnacht
Kalender der Religionen
Der "Karikaturenstreit"
Veranstaltung in der Pankratiuskapelle
Lesung: Ghazi Abdel-Qadir an der RHS
Namensliste jüdischer Schülerinnen,die zwischen 1933 und 1938 die Schule verlassen mussten.
 
Alte Presseartikel als Bilddownload
   
"Mit Selbstironie die eigene Geschichte erzählt" - Autor Ghazi Abdel-Quadir liest in der RHS.
" 'Kampf der Kulturen' als Erklärung zu einfach" - Die Politologin Sabine Mannitz spricht an der RHS über den Karikaturenstreit.
"Anstoß über Austausch der Kulturen" - Kalender der Religionen wurde an der Ricarda-Huch-Schule verteilt.
 

© RHS Giessen 2008